Geschlechtergerechtigkeit als Systemeigenschaft

Geschlechtergerechtigkeit kann systemtheoretisch als Frage der effizienten Zuordnung von Potenzialen in sozialen Systemen betrachtet werden. Im Zentrum steht nicht eine normative Gleichsetzung, sondern die Qualität der Kopplung zwischen individuellen Fähigkeiten und gesellschaftlichen Funktionsrollen. 1. Funktionale Differenzierung und Allokationslogik Moderne Gesellschaften sind durch funktionale Differenzierung gekennzeichnet (Luhmann, 1984). Teilsysteme operieren nach eigenen Selektionskriterien, die idealerweise sachbezogen … Weiterlesen