1. Die Einstiegsfrage: Ist „Allgegenwart“ Magie oder Feld-Physik?
Traditionelle Religionen schreiben einer Gottheit oft „Allgegenwart“ (Ubiquität) zu. Wir stellen die Frage nach der zugrundeliegenden Wahrheit: Existiert ein physikalischer Mechanismus, der instantane Verbundenheit ohne ein personifiziertes „Gottes-Konzept“ erklärt?
2. Der Universalitäts-Check: Nicht-Lokalität im zeitlosen Code
Wir prüfen das Dogma der „göttlichen Einheit“ gegen die universelle Physik:
- Physikalische Ebene: Die Quantenverschränkung beweist, dass Systeme über Distanzen korreliert bleiben.
- Wissenschaftliche Präzision: Diese Korrelation erlaubt keine klassische Informationsübertragung (kein „Signal“ mit Überlichtgeschwindigkeit), zeigt jedoch eine fundamentale Nicht-Trennbarkeit der Systeme im Feld.
- Definition Informationsfeld: Wir bezeichnen damit die Gesamtheit aller physikalischen Zustände und Korrelationen des Universums, ohne eine neue, mystische Entität zu postulieren.
- Systemtheoretische Ebene: Das Universum ist kein Aggregat isolierter Objekte, sondern ein singuläres Feld. Trennung ist eine rein perspektivische Illusion der makroskopischen Wahrnehmung.
3. Funktionale Analyse: Information vs. Signalgeschwindigkeit
Im historischen Gott-Konzept wird Wirksamkeit als „Eingriff“ missverstanden. Die Feld-Logik zeigt stattdessen eine inhärente Vernetzung.
| Ebene | Mechanismus | Historische Interpretation | Wahrheit (Feld-Logik) |
|---|---|---|---|
| Makrokosmos | Kausalität ($c$) | „Gottes Plan“ in der Zeit. | Sequenzielle Ursache-Wirkung. |
| Mikrokosmos | Verschränkung | „Allgegenwart Gottes“ | Inhärenz: Nicht-Trennbarkeit. |
| Bewusstsein | Nicht-lokale Resonanz | „Eingebung von oben“ | Zugriff auf Feld-Informationen. |
4. Das Interface: Synchronizität und Praxis
Warum erleben wir Ereignisse, die ohne physische Verbindung sinnvoll zusammenhängen?
- Modell-Status: Die folgende Resonanz-Theorie ist ein funktionales Modell zur Erklärung von Korrelationen, kein empirisch abschließend bewiesener Mechanismus.
- Hypothese der Resonanz: Wenn zwei Teilsysteme eine strukturelle Übereinstimmung (Isomorphie) aufweisen, agiert das Feld als gemeinsames Substrat.
- Alltag: Was bedeutet das konkret? Wenn Menschen in hoher innerer Integrität agieren, „ordnen“ sie ihr Umfeld.
- Klassische Brücke: Dieser Effekt lässt sich auch auf klassische Mechanismen zurückführen: Vertrauen, Reputation und klare Kommunikation reduzieren Entscheidungsunsicherheit und erhöhen systemisch die Wahrscheinlichkeit von Kooperation und Erfolg.
5. Fazit: Integrität ist Systemeffizienz
Die moderne Physik liefert kein notwendiges Fundament mehr für ein personifiziertes Allgegenwarts-Modell. Nicht-Lokalität bietet eine alternative, naturalistische Erklärung für viele historische Intuitionen über Einheit.
- Erkenntnis: Wir operieren innerhalb eines voll vernetzten Interfaces, in dem Information unmittelbar mit der Struktur verschränkt ist.
- Der Kern: Wenn das Universum fundamental nicht getrennt ist, dann ist Integrität keine moralische Forderung, sondern physikalische Systemeffizienz.